Ein Keks (Anfang des 20. Jh. eingedeutscht aus dem Plural cakes von engl. cake = Kuchen) ist ein kleines, haltbares, ursprünglich englisches Gebäckstück. Kekse werden traditionell zu Kaffee oder Tee serviert und sind auch als Reiseproviant beliebt.

Buchstabenkekse auch Russich Brot oder Patience genannt sind trockene Kekse aus einem schaumigen Kakao-Eiweiß-Teig. Sie werden traditionell in Buchstabenform gebacken.

Zur Herstellung wird zuerst aus Eischnee, Zucker, Kakao und Mehl, je nach Rezept auch mit weiteren Zutaten wie Stärkemehl, Zuckerrübensirup und Zimt, ein Teig hergestellt. Anschließend wird die Masse dünn auf ein mit eingeöltem Backpapier belegten Backblech verstrichen oder mit einem Spritzbeutel zu Buchstaben geformt und bei mäßiger Temperatur kurz gebacken. Schließlich wird die Oberfläche dünn mit Zuckerglasur eingestrichen, gegebenenfalls die Teigplatte noch heiß in Stäbchen geschnitten und das Russisch Brot im Ofen kurz getrocknet.

Russisch Brot stammt vermutlich aus Sankt Petersburg, wo es als Bukwi (Буквы, dt.: „Buchstaben“) bekannt war. Der Bäcker Ferdinand Wilhelm Hanke (1816–1880) aus Dresden hatte das Rezept dort kennengelernt und brachte es um 1844 mit. In Dresden eröffnete er eine „Deutsche & Russische Bäckerei“, in der Deutschlands erstes Russisch Brot gebacken wurde.

In Wien dagegen wird erzählt, Russisch Brot sei im 19. Jahrhundert zum Empfang russischer Gesandter am Wiener Hof erfunden worden – als Anspielung auf den russischen Brauch, zur Begrüßung ein Stück Brot zu reichen.

Russisch Brot gehört zu den Klassikern der industriellen Lebensmittelherstellung. Seit Ende das 19. Jahrhunderts produzierte die Dresdner Firma Gebr. Hörmann Russisch Brot und exportierte es weltweit. Bahlsen stellte es erstmals 1906 her.
(Quelle: wikipedia)
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